Sebastian Bethge studierte Kirchenmusik und Orgel in Lübeck und Stuttgart unter anderem bei Hans Martin Corrinth, Jürgen Essl, Bernhard Haas, Dieter Kurz, Gerd Müller-Lorenz, Sergej Tcherepanov und Richard Wien. Als Erasmusstipendiat studierte er außerdem ein Semester am CNSMD Lyon bei Francois Espinasse und Liesbeth Schlumberger, sowie privat bei Louis Robilliard. Außerdem besuchte er zahlreiche Meisterkurse zum Beispiel bei Olivier Latry, Ben van Oosten und Wolfgang Zerer.

Sein Praktikumsjahr im kirchenmusikalischen Dienst der württembergischen Landeskirche absolvierte er als Assistent von KMD Kay Johannsen an der Stiftskirche Stuttgart und LKMD Bernhard Reich, sowie Gabriele Timm Bohm (Kinderchöre der Stadtkirche Vaihingen) und Prof. Siegfried Bauer (Sinfonieorchester der Stadt Ludwigsburg). Nach einer freiberuflichen Zeit mit Schwerpunkt Kinderchor als Leiter der Kinderchöre an der Christuskirche Stuttgart und der Kinderkantorei Vaihingen war er als Vertretung Kantor an der Christkirche Rendsburg. Seit 2011 ist Sebastian Bethge als  Bezirkskantor an der Stadtkirche Bad Hersfeld tätig.

Neben Konzerten, die Sebastian Bethge als Organist im In- und Ausland mit breit gefächertem Repertoire von Sweelinck bis in unsere Zeit gespielt hat, widmet er sich im Rahmen der Konzerte der „Musik an der Stadtkirche“ verstärkt der Kammermusik mit Orgel. Dabei bringt er vor allem selten gespielte Originalwerke (zum Beispiel Ernst Krenek Opus 231), sowie existierende oder eigene Transkriptionen (zum Beispiel Leos Janaceks Violinsonate, Max Reger „an die Hoffnung“, Lili Boulanger "Théme et Variations"" oder Astor Piazzolla „Le grand Tango“) zur Aufführung. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Musik der Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. So spielt er unter anderem Werke von Gilbert Amy (Quasi una Toccata), Valéry Aubertin, Xavier Darasse (Organum III), Jaques Lenot, Benoit Mernier und Anton Webern (Variationen op 27).

Neben den Oratorien der Klassik und Romantik liegt seit dem Beginn der Arbeit  mit der Hersfelder Kantorei ein Fokus auf dem Oratorien- und Kantatenwerk Johann Sebastian Bachs. Ebenso wichtig ist es ihm aber auch, besondere Werke, die im Konzertbetrieb zu Unrecht selten zu hören sind, zur Aufführung zu bringen, so zum Beispiel „Susanna“ von Georg Friedrich Händel. Auch als Dirigent ist es Sebastian Bethge ein Anliegen, Musik der zweiten Wiener Schule oder Musik unserer Zeit in die Konzerte zu integrieren und dem Publikum nahe zu bringen. So dirigierte er zum Beispiel Anton Weberns op.5 in Streichorchesterfassung des Komponisten oder aus Harrison Birtwistle´s „nine settings of Celan“ und "Voice and Instruments 2" von Morton Feldman. Zudem erweitert er sein Repertoire außerhalb des oratorischen Repertoires und dirigierte u.a. Gustav Mahlers Kindertotenlieder, Max Regers "an die Hoffnung" und Beethovens zweite Sinfonie.

Außerdem ist Sebastian Bethge künstlerischer Leiter des „Langwarder Orgelsommer“ und gehört zum Dozententeam der kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern.

Die nächsten Konzerte außerhalb der Stadtkirche Bad Hersfelds

Donnerstag, 22.6.2017, St. Martin Kassel

10:00 Uhr  Open Impro 31

12:00 Uhr  Open Impro 32

Freitag, 23.6.2017, St. Martin Kassel

10:00 Uhr  Open Impro 33

12:00 Uhr  Open Impro 34

Freitag, 21.7.2017, 20:00 Uhr, St. Laurentiuskirche zu Langwarden

Bernardo Storace (1637–1707)
: Ciaccona 


Bernardo Pasquini (1637–1710)
: Passagaglie


Heinrich Scheidemann (1595-1663)

: Wir glauben all´ an einen Gott

 

Dietrich Buxtehude (1637-1707)

:Praeludium in g BuxWV 163


Jean-Baptiste Lully (1632–1687)
: Chaconne de l’opéra Phaëton


Georg Friedrich Händel (1685–1759)
: Chaconne g-Moll HWV 486

 

Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)

: Nun freut euch, liebe Christen gemein



Georg Friedrich Händel
: Chaconne F-Dur HWV 485

 

Johann Ullrich Steigleder (1593-1635)

: Tabulatur Buch „Dass Vatter unser“ (1627)

Nr.1 Fantasia, oder Fugen Manier

Nr.14 Coral im Discant

Nr. 9 Coral im Discant/mit einem Collerierten Baß

Nr.16 Coral im Discant

Nr. 27 Coral im Tenor

Nr. 37 Coral im Discant

Nr. 40 auff Toccata Manier

Sonntag, 20.8.2017, 17:00 Uhr, Stiftskirche zu Wetter

Bernardo Storace (1637–1707)
: Ciaccona 


Bernardo Pasquini (1637–1710)
: Passagaglie


Heinrich Scheidemann (1595-1663)

: Wir glauben all´ an einen Gott

 

Dietrich Buxtehude (1637-1707)

:Praeludium in g BuxWV 163


Jean-Baptiste Lully (1632–1687)
: Chaconne de l’opéra Phaëton


Georg Friedrich Händel (1685–1759)
: Chaconne g-Moll HWV 486

 

Pieterszoon Sweelinck (1562-1621)

: Nun freut euch, liebe Christen gemein



Georg Friedrich Händel
: Chaconne F-Dur HWV 485

 

Johann Ullrich Steigleder (1593-1635)

: Tabulatur Buch „Dass Vatter unser“ (1627)

Nr. 1 Fantasia, oder Fugen Manier

Nr. 4 Coral im Discant

Nr. 9 Coral im Discant/mit einem Collerierten Baß

Nr.16 Coral im Discant

Nr. 27 Coral im Tenor

Nr. 37 Coral im Discant

Nr. 40 auff Toccata Manier

Archiv seit 2014

 

2016

3.6.2016, 19:00 Uhr, evangelische Kirche Heringen, zuammen mit einem Vokalensemble der Hersfelder Kantorei

 

7.8.2016, 17:00 Uhr, St. Peter und Paul Oberweimar, zusammen mit Katrin Schröder-Flöte

 

8.8.2016, 18:00 Uhr, Christopheruskirche Tiefurt, zusammen mit Katrin Schröder-Flöte

 

12.8.2016, 20:00 Uhr, St. Laurentiuskirche Langwarden

 

27.8.2016, 12:15 Uhr, Mariendom Hildesheim

 

9.9.2016, 19:00 Uhr, Christkirche Rendsburg, zusammen mit Anastasia Boksgorn-Violine

 

10.9.2016, 19:00 Uhr, Bodelschwinghkirche Lübeck, zusammen mit Anastasia Boksgorn-Violione

 

16.9.2016, 19:00 Uhr, reformierte Kirche Glarus (CH)

 

24.9.2016, 20:00 Uhr, Stift Admont (AT)

2015

8.3. 2015, 19:00 Uhr, Markuskirche Köln Porz

10.7.2015, 19:30 Uhr, Stadtkirche Preetz, im Rahmen des Preetzer Orgelsommers

14.8.2015, 20:00 Uhr, St. Laurantiuskirche Langwarden

13.11.2015, 18:00 Uhr, St. Jacobi Göttingen

2014

24.8.2014, 18:00 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul Weimar zusammen mit Nicole Pieper, Alt

7.9.2014, 19:00 Uhr, St. Martinus und Ludgerus Sendenhorst zusammen mit Nicole Pieper, Alt

12.10.2014, 16:00 Uhr, St. Bonifatiuskloster Hünfeld

Das sagt die Presse

Ein Hoch auf Beethoven und seine Ausführenden......Sebastian Bethge, der Kantor, offenbarte, auswendig dirigierend, viel Verständnis für das klassische Sinfoniekonzept und für den autonomen Orchesterverbund. Er musizierte tempo- und spannungsreich....... (Siegfried Weyh, Hersfelder Zeitung)

Mit seinem spannenden Gastspiel in der Böblinger Stadtkirche gingen am Sonntag die diesjährigen Orgeltage zu Ende.........Der junge Mann brachte die Winterhalter-Orgel auf wagemutige Weise zum Klingen, mit unerhörter, diffiziler Musik aus verschiedenen Epochen. Bei jedem der acht Werke tönte das Instrument anders........Bethge lotet die Möglichkeitender Winterhalter-Orgel aus.....Böblinger Bote

Die einen Konzerte vergisst der Hörer schneller. Die anderen langsamer. Manche gar nicht. Zu letzterer Kategorie gehört das Gastspiel von Sebastian Bethge.... Überdies verfügt er über das feinnervige Rubato-Feeling, mit dem allein sich auf der Böblinger Orgel gesangsartige Linien modellieren lassen. (SZBZ)

Weil Kirchenmusikdirektor ..... plötzlich erkrankt war, hatte Bezirkskantor Andreas Conrad seinen Kollegen Sebastian Bethge aus Bad Hersfeld eingeladen. Mit seinem "Ersatz" hatte Conrad ins Schwarze getroffen und alle Erwartungen übetroffen. (sö/mlh)

Überirdisch schön auch die „Begleitung der Eule“ (Orgel der Stadtkirche).... Sebastian Bethge wusste damit seine Sängerin geradezu zu umgarnen und stellte mit Anton Weberns Variationen op. 27 (original für Klavier) das avancierteste Stück hellsichtig-feinfühlig vor. (Hersfelder Zeitung)

...Bezirkskantor Sebastian Bethge, der in Programmtextgestaltung und Dirigat gleichermaßen Umsicht und tiefe Einsicht bewies.

Bloß feierlich zu sein, wie es einer solchen fünfsätzigen Volmmesse in der Nachfolge Beethovens ansteht, genügte Sebastian Bethge nicht. Er schlug forsche Tempi an, achtete auf straffen Zug der musikalischen Entwicklung, auf Dringlichkeit der Inhalte des Lobpreises und Bekenntnisses, der Demut und des Überschwangs. Von schlanker, schmalgliedriger Gestalt, besitzt der Dirigent eine natürliche Eleganz. Seine Gesten lassen sich leicht und klar „lesen“ und öffnen so speziell bei seinen Chorsängern auch Innenräume für die Kommunikation. (Hersfelder Zeitung, Siegfried Weyh)

An Engagement ließ es auch die Hersfelder Kantorei nicht mangeln. Unter der wachen Leitung von Sebastian Bethge gaben die Sänger in den dramatischen Volkschören ihr Maximum. Sorgfältig gestaltet waren die Choräle, sie erklangen nicht starr, sondern frei fließend und mit bedachtsam eingesetzten Akzenten. (Hersfelder Zeitung, Georg Pepl)

Mit offensichtlicher Freude und viel Elan dirigiert Sebastian Bethge Sänger und Musiker (Hersfelder Zeitung, Christine Zacharias)

Die norddeutsche Sinfonietta zeigte unter seiner (Sebastian Bethge) Leitung mit sensiblen Klanggespür, was in Weberns vor 102 Jahren entstandenen Komposition steckt. Unter Sebastian Bethges Leitung blühte der Chor auf, willig folgten ihm Orchester und Solisten. (SHZ, Reinhard Frank)

 

 

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